women&work

Europas größter Karriere-Event für Frauen

Digitaler Wandel – ein Thema auch auf der women&work

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UnbenanntIndustrie 4.0“ und der digitale Wandel sind in aller Munde. auch auf der women&work hat sich die Referentin, Ilona Orthwein, diesem Thema angenommen. In einem „Blitzlicht-Interview“ gibt sie erste Einblicke in das Thema.

Frau Orthwein, in Ihrem Vortrag am kommenden Samstag geht es um den „Unternehmenswert Mensch im digitalen Zeitalter“. Wie kamen Sie auf dieses Thema ?

Schwerpunktthema der diesjährigen women&work ist „Wertschöpfungsfaktor Mensch“. Die digitale Technologie und die neuen Medien haben unser Leben und unsere Arbeitswelten sehr stark verändert – und davon ist der „Wertschöpfungsfaktor Mensch“ ganz erheblich betroffen. Die Digitalisierung unserer Arbeitswelt schreitet rasch voran. Allein innerhalb der nächsten fünf Jahre erwarten Unternehmen, dass 80 Prozent ihre Wertschöpfungsketten davon betroffen sind. Die Veränderungen durch die „Industrie 4.0“, das „Internet der Dinge“ und das „Internet der Dienste“ sind schon da und gehen laufend weiter. In den letzten fünf Jahren sind im IT-Sektor allein 100.000 neue Arbeitsplätze entstanden, es kommt zu verbesserter Produktivität, Innovationen bei Produkten und Dienstleistungen, die den Konsumentinnen das Leben erleichtern. Gleichzeitig bedingt diese Entwicklung einen umfassenden Strukturwandel. Viele traditionelle Branchen und Berufe geraten unter Druck, müssen sich umstellen oder verschwinden ganz. Die Umwälzungen, die augenblicklich stattfinden, sind vergleichbar mit denen der industriellen Revolution vor zweihundert Jahren.

Warum ist es so wichtig, sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen?

Wenn es um den „Wertschöpfungsfaktor Mensch“ geht, sollten wir diesen in Bezug auf den digitalen Wandel sehen. Wir alle sind Bürger, Konsumenten und auch – so lange wir im Arbeitsprozesse stehen – auch Produzenten von Waren und Dienstleistungen. Selbst wenn wir – und das sind noch immer 26 Prozent aller Deutschen, wie der D21-Digital-Index 2014 ermittelt hat- , dem Internet und der digitalen Welt persönlich noch ferne stehen und nicht aktiv teilhaben wollen, sind wir von den dramatischen Umwälzungen betroffen. Wenn Steuererklärungen nur noch elektronisch übermittelt werden dürfen, Termine im Bürgeramt online vergeben werden, günstige Tickets nur noch im Internet zu bekommen sind, dann können wir nicht einfach sagen: „Das alles betrifft mich nicht.“ Statt Augen und Ohren zu verschließen, sollten wir sie besonders weit öffnen und alles, was sich hier tut – durchaus kritisch – beobachten.

Die women&work ist ein Messekongress, der sich an berufstätige Frauen wendet. Sind Frauen vom digitalen Wandel stärker betroffen Männer?

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt, eingefahrene hierarchische Strukturen werden aufgeweicht, es entstehen neue Arbeitsformen und damit Chancen auf eine familienfreundlichere Arbeitswelt, von der Frauen in Führungspositionen besonders profitieren können. Aktuell erfreuen sich bei Frauen der Generationen x und y, also der nach 1965 Geborenen, das Internet und die sozialen Medien wachsender Beliebtheit. Was ihr Nutzerverhalten anbelangt, so haben sie die Männer schon überholt und geben in insbesondere in den, für den Konsumentenbereich so wichtigen sozialen Medien den Ton an. Frauen haben so erheblichen Einfluss auf den Erfolg von Unternehmen, ihren Produkten und Marken. Der „Unternehmenswert Frau“ als Konsumentin und Multiplikatorin wächst im digitalen Zeitalter stetig, und damit ihre Macht, – ohne, dass sich die Mehrheit der Frauen dessen bewusst wäre.
Auch beruflich bietet das digitale Zeitalter Frauen neue Chancen. Es entstehen neue Berufsfelder und auch neue Möglichkeiten zu beruflicher Selbständigkeit, zur beruflichen Vernetzung und sogar zur Finanzierung von unternehmerischen Ideen. Einige Praxisbeispiele werde ich am Samstag in meinem Vortrag vorstellen.

 

Die women&work, Deutschlands größter Messe-Kongress für Frauen, findet am 25. April zum 5. Mal in Bonn statt. Ob Studentin, Absolventin, erfahrene Fachfrau, Wiedereinsteigerin, Führungskraft oder einfach nur ambitioniert – auf der women&work treffen Besucherinnen auf knapp 100 Top-Arbeitgeber, die nach weiblicher Verstärkung Ausschau halten. Bewerbergespräche, Vorträge und ein umfangreiches Kongress-Programm helfen beim persönlichen Networking und bei der erfolgreichen Karriereplanung. Hier können Kontakte geknüpft, berufliche Chancen ausgelotet oder beim Kongress Informationen darüber ausgetauscht werden, wie Frauenkarrieren heute und in Zukunft aussehen.

Der Vortrag von Ilona Orthwein findet von 17:00-17:50 Uhr im Raum P1.10 statt. Eine Sitzplatzreservierung ist noch bis zum 22. April möglich. Der Besuch der women&work ist kostenfrei.

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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