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Wenn aus Max Mustermann eine Erika wird, sinkt das Gehalt um 17 % | ‚EPD2016

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unterschieldiches Gehalt(Externe Pressemeldung) Gleiche Ausbildung, dieselbe berufliche Position, identischer Lebenslauf, aber anderes Geschlecht: Erika Mustermann statt Max Mustermann – und schon ist das Gehalt niedriger. Dieses Experiment hat die Firma Adhunter mit den Platzhalternamen Max und Erika Mustermann beim neuen Lebenslaufanalyseportal vorgenommen. Das Resultat: Tatsächlich sorgt der Austausch des männlichen Namens „Max“ durch den weiblichen Namen „Erika“ für eine 17 Prozent niedrigere Gehaltseinschätzung bei zwei ansonsten identischen Lebensläufen.

Unterschiedliches Gehalt für zwei ansonsten identische Lebensläufe

Adhunter‘s Test zeigt, dass Letzteres einen entscheidenden Einfluss auf den eigenen Marktwert haben kann. Die Lebenslauf-Analyse generierte eine Bruttojahresgehalt-Einschätzung von 55.324 EUR für Erika, Diplomingenieurin und 64.610 EUR für Max, ebenfalls Diplomingenieur mit genau den gleichen Stationen im Berufsleben. Mit 17 Prozent Differenz zwar weniger als der nationale Durchschnitt, jedoch knapp 10.000 EUR jährlich, die Erika im echten Leben trotz des exakt gleichen Lebenslaufes einbusen müsste. Einziger Unterschied: Das Geschlecht.

Der einfache Vergleich des eigenen Gehaltes mit dem Marktwert ist deshalb so wichtig, weil Untersuchungen nahe legen, dass der Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen umso größer ist, je weniger die Unternehmen in öffentlichen Stellenanzeigen eine Gehaltsvorstellung nennen. Diesen Zusammenhang legt eine aktuelle Untersuchung von Adzuna unter  mehr als 4,6 Millionen Stellenangeboten aus elf Ländern nahe, die der Gender Pay Gap Analyse von Eurostat (2013) gegenübergestellt wurde. Demnach sind nur 3 Prozent aller Stellenausschreibungen in Deutschland mit einer konkreten Gehaltsangabe versehen. Entsprechend hoch ist der „Gender Gap“: Männer verdienen hierzulande durchschnittlich 22 Prozent mehr als Frauen. In den Niederlanden weisen mehr als doppelt so viele Jobangebote (7 Prozent) einen Hinweis auf das jeweilige Gehalt aus. Entsprechend geringer ist die Benachteiligung der weiblichen Arbeitnehmer: In unserem Nachbarland verdienen Männer „nur“ 16 Prozent mehr. Noch besser sieht es laut Adzuna-Report für berufstätige Frauen in Frankreich aus: 18 Prozent der Stellenanzeigen weisen eine Gehaltsangabe aus, die männliche „Überzahlung“ beträgt 15 Prozent.

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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