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Gesund ans Ziel

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Gesund ans ZielWas verursacht Stress und wie kann dem Stress begegnet werden? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema „Gesund ans Ziel“ beantworten Sabine Grosser, Sabine Brehme und Simone Rath auf der women&work am 4. Juni in Bonn. Erste Tipps gibt es heute schon im Gastbeitrag der drei Expertinnen.

Jedes Unternehmen ist auf gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter angewiesen. Viele Firmen bieten inzwischen deshalb Maßnahmen an, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern. Doch greifen diese Maßnahmen auch? Worauf kommt es beim Gesundheitsmanagement an? Die drei Ausstellerinnen Sabine Grosser, Dr. Sabine Brehme und Simone Rath präsentieren auf der women & work 2016 sinnvolle Strategien, um den und die Einzelne und damit das Team und das gesamte Unternehmen zu stärken.

Die Arbeitswelt wird schneller und komplexer, nicht zuletzt durch die Digitalisierung. Der Psychologe und Vordenker Peter Kruse spricht von einem „gesellschaftlichen Kulturwandel“ und „neuen Prinzipien in der Arbeitswelt“. Der Leistungsdruck nimmt zweifellos zu, psychische Erkrankungen in Unternehmen häufen sich. Neue Konzepte in der Personalentwicklung sind deshalb dringend erforderlich, die Gesundheit der Mitarbeitenden sollte nachhaltig gestärkt werden. Dazu sollten Führungskräfte und Mitarbeitende ihr eigenes Selbstmanagement verbessern. Wie das geht? Zunächst einmal lautet die Devise: Erkenne dich selbst! Sinnvolle Maßnahmen machen dem Einzelnen bewusst, was ihn stresst. Typische Stressoren sind zum Beispiel Arbeitsdruck, gefühlte Überforderung oder auch Fremdbestimmung und Konflikte. Die Bewusstmachung ist der erste Schritt, um die eigene Einstellung oder die Situation zu ändern. Zum verbesserten Selbstmanagement gehört dabei auch eine regelmäßige, gesunde Ernährung.

Wertschätzung steht am Anfang

Jeder Mitarbeitende bewertet seine Arbeitssituation individuell. Jeder bringt andere private Hintergründe mit. Jeder hat aber auch andere Fähigkeiten, ob angeboren oder erlernt, mit Situationen umzugehen. Daraus folgt zwingend, dass jegliche Maßnahme zur Förderung auf den Einzelnen abgestimmt sein muss. Aber – welches Unternehmen kann schon jedem Mitarbeitenden ein Einzelcoaching finanzieren? Das ist auch nicht nötig, sagt der renommierte Hirnforscher Professor Gerald Hüther im Vorwort des Buches „Führen mit Hirn“. Es komme vor allem darauf an, den Mitarbeitern das Gefühl zu geben, nicht „Objekte der Bewertungen, Anordnungen, Maßnahmen oder Interessen ihrer Führungskräfte“ zu sein. Sondern wertgeschätzte Subjekte, die von ihren Führungskräften ermutigt werden, ihr Potenzial zu entfalten. Dazu müssen zunächst die Führungskräfte umdenken.

Persönlichkeit macht den Unterschied

Sabine Grosser, Coach und Alexander-Technik-Lehrerin betont: „Zunächst gilt es, zu identifizieren, was uns einschränkt. In einem zweiten Schritt haben wir die Möglichkeit, eine positive Haltung einzunehmen und Körper, Seele und Geist zu harmonisieren. Das ist die Grundvoraussetzung für eine werte- und gesundheitsorientierte Führung.“ Denn: Gute Mitarbeiterführung ist nicht nur reines Handwerkszeug. Sie liegt in einer gefestigten Persönlichkeit, einer offenen Geisteshaltung begründet. Die Journalistin Rabea Weihser hat treffend formuliert: „Persönlichkeit ist der einzige Vorsprung vor der Technik.“ Authentizität ist das Schlagwort, das oft bemüht wird, nichtsdestotrotz seine Gültigkeit bewahrt hat. Der Psychologe Hans-Wolff Graf schreibt: „Authentizität ist der Zustand wahrer Echtheit eines Menschen, der in seiner natürlichen Souveränität denkt, fühlt und handelt.“ Eine überzeugende Führungskraft handelt authentisch. Und Menschen, die sich am Arbeitsplatz authentisch verhalten, sind zufriedener mit ihrer Arbeit, psychisch gesünder und leistungsfähiger.

Menschen statt Schauspieler

Das bestätigt Führungskräfte-Coach Simone Rath: „Ich sehe authentisches Verhalten eindeutig als gesundheitsrelevante Ressource an. Immer mehr Führungskräfte beklagen im Coachingprozess, dass sie es leid sind, Rollen zu spielen und erschöpfen sich daran, sich selbst, als auch ihren Chefs, KollegInnen, Mitarbeitenden und sogar Kunden etwas vormachen zu müssen.“ Die ehemalige Markenmanagerin hat selbst in früheren Angestelltentätigkeiten die Angewohnheit gehabt, es allen recht machen zu wollen. Gerade Frauen handeln oft nach diesem Antreiber. Sie wollen von allen gemocht werden und alles mit allem vereinen, obwohl sie wissen, dass es unmöglich ist. Das Ziel dieses Verhaltens ist oft, mehr Anerkennung und Lob zu erhalten.

Als „Eve­ry­bo­dy’s Dar­ling“ jedoch fällt es den Frauen häufig schwer, „Nein!“ zu sagen. Sie übernehmen gern Verantwortung und übernehmen sich dabei leicht. Gleichzeitig stellen Frauen aus Bescheidenheit ihr Licht und ihre Leistung oft unter den Scheffel. Sie warten lieber darauf, entdeckt zu werden, statt selbst auf sich aufmerksam zu machen. Dabei setzen sie sich noch mehr unter Druck, um alle Rollen von der Vorgesetzen, Kollegin und Freundin bis hin zur Mutter und Partnerin perfekt zu erfüllen.

Der Preis ist hoch: Selbstentfremdung und Erschöpfung. Um Mitarbeitende vor Rollenspielen zu bewahren, sollten Vorgesetzte authentisches Verhalten vorleben und zulassen. Studien belegen, dass Führungspersönlichkeiten einen zentralen Einfluss auf die Zufriedenheit und damit auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter haben. Die moderne Führungskraft sollte also zunächst ihre eigenen Stressoren und Überzeugungen kennen, das macht sie glaubwürdig und schafft Vertrauen. Fazit: Authentisches Auftreten und Führen stärkt die Motivation und damit auch die Bindung an das Unternehmen.

Ernährung nicht unterschätzen

Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit hängen jedoch nicht nur von der mentalen Gesundheit ab. Auch die Ernährung spielt eine Rolle. Dr. Sabine Brehme ist Fachapothekerin für Klinische Pharmazie und Gesundheitsberatung und weiß, wie sich gesunde Ernährung im Alltag für Berufstätige umsetzen lässt: „Oft zeigen schon kleine Änderungen große Wirkung. Man kann zum Beispiel Müsli mit ins Büro nehmen oder eine Nussmischung statt Kekse und Schokolade für den Heißhunger zwischendurch einstecken. Denn langfristig trägt eine gesunde Ernährung zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und zu einem geringeren Krankenstand bei.“ Angestellte oder Selbständige können sich auch selbst dazu entscheiden, ihre Gewohnheiten ändern. Hilfreich ist ein individueller Ernährungsplan, der sich am Arbeitsplatz ohne großen Aufwand umsetzen lässt. „Fertige Konzepte bringen wenig“, moniert Brehme. „Sie müssen individuell angepasst werden.“

 

Wollen Sie sich zum Thema „Die Frau ist, was sie is(s)t“ inspirieren lassen? Wollen Sie ganz neue Blickrichtungen entdecken? Dann besuchen Sie uns am 4. Juni auf dem Messe-Kongress women&work auf der Karriere-Meile und Leadership-Lounge, Stände K 18 bis 20.

  • Sabine Grosser, Dipl. Betriebswirtin (FH), Fachkraft für Betriebliche Gesundheitsförderung (IHK), Alexander-Technik-Lehrerin (ATI).
    „Ich schätze das Motto von Gustav Heinemann: “Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.” Veränderung findet statt, wenn wir mindestens auf zwei der drei Ebenen Körper, Geist und Emotionen eine Veränderung herbeiführen. Mit Führungskräften zum Beispiel arbeite ich nicht nur auf der Verstandesebene, sondern ganzheitlich mit dem Ziel, sie in ihrer Verantwortung für eine gesunde, motivierende Unternehmenskultur zu unterstützen. Mitarbeiter und Privatpersonen unterstütze ich unter Nutzung der Alexander-Technik dabei, in einen Dialog zwischen ihrem Körper und ihren Gedanken einzusteigen.“
    www.ikos-grosser.de

  • Dr. rer. medic. Sabine Brehme, Ernährungsberaterin.
    Nach dem Pharmaziestudium an der Marburger Philipps-Universität wurde ich an der Universität Witten-Herdecke im Bereich Pharmakologie und Toxikologie promoviert. „Ich bin Fachapothekerin für Klinische Pharmazie und Gesundheitsberatung, weitergebildet in Palliativpharmazie, Prävention mit Mikronährstoffen und Naturheilkunde. Mit dem Schwerpunkt Ernährung arbeite ich in der Zentralapotheke eines großen Klinikverbundes in Düsseldorf. Seit rund 20 Jahren gebe ich mein Wissen als Dozentin weiter. Seminare und Workshops runden mein Portfolio ab. Seit 2013 habe ich einen Lehrauftrag an der Fliedner Hochschule Düsseldorf. 2015 ist mein neues Buch zum Thema Vegane Ernährung erschienen.“
    www.sabine-brehme.de

  • Simone Rath, Dipl. Betriebswirtin, Führungskräfte-Coach, PersönlichkeitsENTwicklerin.
    Es begeistert mich, Menschen in herausfordernden beruflichen und privaten Lebens-situationen ressourcen- und lösungsorientiert zu begleiten. Als Kernforscherin unterstütze ich dabei, wieder in die ureigene Kraft zu kommen, um das Wesentliche seiner Individualität, Talente und Passionen neu oder wieder zu entdecken, um die Persönlichkeit zu leben, die man wirklich ist. Ich finde, jeder Mensch als Persönlichkeit und jedes Unternehmen als lebendiges System ist einzigartig und sollte dies im besten Falle entdecken, entwickeln, leben und die Welt damit bereichern. Im Zeichen des Wandels der Arbeitswelt biete ich einen Freiraum für Entwicklung, um neue Perspektiven und Handlungs-Spielräume entstehen zu lassen, um sich von alten und überholten Denkstrukturen endgültig zu verabschieden.
    Ein Themenschwerpunkt meiner Arbeit: Ich begleite beim Aufspüren von Erfolgsfaktoren, die der Persönlichkeits-Marke sowie der Unternehmens-Marke ein stimmiges Profil verleihen. Als Expertin für authentisches Marketing und Leadership-Branding berate ich Personalverantwortliche und Unternehmen, die Kompetenzen und Potenziale ihrer Marke über die Mitarbeiter sichtbar und erlebbar zu machen und eine zukunftsweisende Unternehmenskultur & Identität glaubwürdig zu etablieren. Hier kombiniere ich meine Leidenschaft in der Arbeit mit Menschen und Marken unter dem Motto „Lebe Deine Marke“.
    www.simonerath.de

 

 

 

 

 

 

 

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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