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Europas größter Karriere-Event für Frauen

Gründerinnen: „Frauen holen sich, was ihnen zusteht“ | #Existenzgründung | #FrauenGründen

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Frauen gründen„Frauen gründen deutlich überlegter und risikobewusster als Männer. Dabei sollten sie allerdings nicht zu brav sein – sonst bleibt der Erfolg aus“, sagt Dagmar Schulz, Unternehmensberaterin aus Düsseldorf und Anlaufstelle für Gründerinnen am 4. Juni in der Karriere- und Leadership-Lounge (Stand K 60).


Ein Blick auf die Situation von Existenzgründerinnen in Deutschland.
In den Chefsesseln großer Konzerne sind gerade einmal 3 Prozent Frauen vertreten. Unter den Existenzgründern sind es rund 40 Prozent lt. KfW – Tendenz steigend. Haben es immer mehr Frauen satt, unter dem „Blick“ der Männer und der Firmenbürokratie zu arbeiten?  Ganz so würde Dagmar Schulz es nicht benennen wollen. Zum einen werden Frauen einfach nur mutiger und „trauen“ sich die Selbstständigkeit zu. Eine mangelnde Aufstiegschance kann ein zusätzlicher Grund sein. Manchmal bleibt einer Frau aber auch nichts anderes übrig, wenn in Teilzeit kein Job zu finden ist, um es mit der Familie vereinbaren zu können.

Immer mehr Frauen wollen ihr eigener Chef sein! 
Frauen haben immer häufiger den Wunsch, mehr eigene Verantwortung zu übernehmen und die Ideen und eigenen Kompetenzen in der Form umzusetzen, wie „Sie“ es wollen. Eine weitere Motivation ist, der Benachteiligung entgegenzuwirken, wenn es um ein „gerechtes“ Einkommen und Anerkennung geht. In der Arbeitswelt ist das heute leider noch immer häufig ein Manko, dann holt sich „Frau“ einfach selber, was ihr „zusteht“. Dieses Ziel zu erreichen, ist sicher keine leichte Aufgabe, aber durchaus erreichbar.

Frauen gründen anders als Männer
Klingt erst mal komisch, aber einige Fakten unterscheiden sich einfach häufig. Fest steht, dass Frauen vor allem überlegter und risikobewusster an eine Gründung herangehen. Das soll nicht heißen, dass Männer generell mit Risiko gründen. Frauen sind auch eher bereit, von ihrem Umfeld Informationen auf- und anzunehmen und ggf. einzubinden. Männer gehen eher ihren Weg geradeaus, ohne vielleicht einmal links und rechts zu schauen. Und mit einem Augenzwinkern, Frauen sagen offen, wenn es gerade einmal nicht so gut läuft – bei Männer läuft eher immer als „bestens“.

Existenzgründung häufig mit weniger Kapital
Eine KfW-Bank-Studie besagt, dass Frauen mit weniger Kapital gründen als Männer. Eine Frau fragt sich am Anfang: „Ist es nötig, direkt beim Start die großen Büroräume zu mieten oder das große Auto zu kaufen und direkt Personal einzustellen?“ Das hört sich nach Klischee an, ist aber ein absoluter Erfahrungswert. Auch mit weniger Kapital kann eine Gründung erfolgreich sein. Ein absolut gut durchdachter Businessplan ist die beste Voraussetzung für den Erfolg des Unternehmens und nicht ein hohes Darlehen.

„Das eigene Unternehmen darf die Familie nicht stören, ansonsten stört das Unternehmen die Familie.“

Tipps für das Starten im Nebenerwerb
Um sich neben der Arbeit auch um die Familie kümmern zu können, erfolgt eine Gründung von Frauen häufig zunächst im Nebenerwerb. Familie und Selbstständigkeit unter einen Hut zu bekommen klappt nur mit einer guten Vorbereitung und Unterstützung auf der ganzen Bandbreite – sprich Familie und Freunde. Die gute Organisation der Unternehmerin steht dabei enorm im Vordergrund. Das eigene Unternehmen darf die Familie nicht „stören“, ansonsten stört das Unternehmen die Familie. Egal ob männliche oder weibliche Existenzgründung, gerade in der Startphase muss gewährleistet sein, dass ohne schlechtes Gewissen so lange wie nötig und gewollt gearbeitet werden kann.

Teilzeit Gründung als Lösung?
Eine Teilzeit-Gründung macht Sinn, wenn das Ziel der Gründung ein überschaubares ist. Klar ist, wenn ich mich nicht Vollzeit um mein Vorhaben kümmere, wird es auch in einem anderen Tempo vorangehen. Hier muss der Kosten-Nutzen-Faktor in einem guten Verhältnis stehen. Vorteil: Bei einer Teilzeit-Gründung kann die Unternehmerin nebenbei ihren Kundenstamm stückweise aufbauen, Erfahrungen sammeln (was geht gut und was geht nicht gut) und wenn die Kinder groß sind, kann Frau durchstarten.

„Gründerinnen dürfen gerne mal zickig sein.“

Klassische Fehler, die Frauen in der Existenzgründung machen.
Um erfolgreich zu sein, benötigt eine Gründerin den nötigen Biss, um sich durchzusetzten. Dabei darf „Frau“ auch gerne einmal „Zicke“ sein und es sogar als Kompliment verstehen, wenn sie sich für ihre eigenen Belange stark macht. Frauen sind häufig in vielen Bereichen zu nett, zu zurückhaltend und zu lieb, sie scheuen die Konfrontation und befinden sich lieber in „Harmonie“. Das sind keine idealen Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein.
Auch ein typisches Frauenverhalten: Ihr genügt es, so viel zu verdienen, um zu (über-)leben. Das Problem ist, wenn sich Frauen ein kleines Ziel stecke, wird selbst dieses kleine Ziel nur schwer zu erreichen sein und es wird erfahrungsgemäß eher immer (zu) klein bleiben.

1a-STARTUP_Unternehmensberatung_Existenzgründung_Marketing

Treffen Sie Dagmar Schulz auf der women&work am 4. Juni in Bonn. Ihre Fragen zum Thema „Frauen gründen“ beantwortet sie gern an Stand 60 in der Karriere- und Leadership-Lounge.

>> Weitere Infos zur women&work

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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