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Den eigenen Weg gehen statt den Träumen anderer zu folgen | #Mut

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Den eigenen Weg gehen(Von Ulrike Bergmann, Die Mutmacherin) Ausgangspunkt für anhaltende Zufriedenheit sind Träume, die das Potenzial haben, dass daraus kraftvolle Ziele mit magnetischer Kraft entstehen. Solche Ziele passen zu den eigenen Lebensumständen und sind im Einklang mit dem, was uns wichtig ist: im Leben, im Beruf wie auch in unseren Beziehungen zu anderen Menschen. Dann spornen sie an und geben Kraft und Energie. Sie tragen über Hindernisse hinweg oder halten uns bei der Stange, wenn Herausforderungen auftauchen. Einfach weil wir bereit sind, regelmäßig etwas dafür zu tun und dran zu bleiben. Auch wenn dies bedeutet, vorübergehend Unbequemlichkeiten in Kauf zu nehmen.

Fällt es Ihnen schwer, Ihre eigenen Ziele zu erkennen? Oft liegt dies daran, dass unbewusst fremde Ziele übernommen wurden und man Träumen anderer folgt – denen der Eltern, von Vorgesetzten, Freunden. Doch auch gesellschaftlich anerkannte Ziele können ein Hindernis darstellen, wenn wir sie und zu eigene machen und diese nicht hinterfragen.

Warum ist das so?
Ein menschliches Grundbedürfnis ist, dazu zu gehören. Daher fällt es oft schwer, die Balance herzustellen zwischen eigenen Vorstellungen und den Empfehlungen oder Ansprüchen, die aus dem Umfeld an einen herangetragen werden. Dies verhindert auch, Zugang zu dem zu finden, was Sie selber wirklich wollen.

Spätestens in der Lebensmitte ist es wichtig, die eigenen Wünsche herauszufinden. Auch wenn es radikal klingt: Sie alleine bestimmen, wie Sie Ihr Leben gestalten wollen. Dies ist Ansporn und Herausforderung zugleich. Es erfordert, das Land der Bequemlichkeit zu verlassen und sich auf das „Abenteuer Leben“ voll und ganz einzulassen. Der Verstand kann hierfür Hinweise liefern und dabei helfen, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Vom Verstand kommen zugleich die kritischen Stimmen, die manche Vorstellungen als sinnlos, unmöglich oder nicht machbar abwehren.

Kopf und Herz in Einklang bringen
Beim üblichen Vorgehen zur Zielerreichung werden diese inneren kritischen Stimmen und Zweifel kaum berücksichtigt. Dort geht es im Wesentlichen um die Abfolge „entscheiden – planen – umsetzen“. Dieses Vorgehen erfordert einen Tunnelblick, mit dem das Ziel fest im Auge behalten und alles ausgeblendet wird, was diesem Ziel nicht dienlich ist. Für Gefühle bleibt da wenig Raum.

So fehlt ein wesentlicher Faktor: was das Herz dazu sagt. Dort sitzen unsere Gefühle, ohne die Ideen Luftblasen gleichen, die von Zeit zu Zeit aufsteigen – und sehr schnell auch wieder zerplatzen. Erst wenn Sie auf Ihr Herz hören, erkennen Sie, welche Wünsche, Ideen und Vorstellungen etwas in Ihnen zum Klingen bringen. Schnell stellt sich die Frage: wie gut ist Ihr Zugang zu diesem Ratgeber? Wurden seine Impulse jahrelang ignoriert oder abgewehrt, macht sich dieser Teil nur noch leise bemerkbar. Doch mit ein wenig Zeit und Geduld, ist diese Stimme wieder wahrnehmbar und wird vertraut.

Herausfinden, was Sie wirklich wollen
Der Weg beginnt mit Aufmerksamkeit für die kleinen, sanften und bislang meist nicht beachteten Impulse aus Ihrem Inneren. Die folgenden sechs Anregungen bieten einen Schlüssel, der die Türe zu Ihren wahren Träumen öffnen kann. Dieser besteht aus drei zentralen Fragen und drei Empfehlungen für die eigene Haltung in diesem Prozess der Zielfindung.

Was weckt Ihre Aufmerksamkeit und Neugier?
Bei welchen Themen sind Sie plötzlich hellwach und engagiert dabei? Es spielt keine Rolle, ob diese Themen aus dem privaten Bereich kommen, berufliche Fragestellungen oder persönliche Interessen. Wichtig ist nur, dass Sie diese Impulse erkennen, sie bewusst wahrnehmen und sich notieren. Achten Sie darauf, wann Sie aufmerksam werden, sich lebendig fühlen oder emotional engagieren.

Welche Menschen faszinieren Sie?
Wem hören Sie voller Begeisterung zu – und warum? Ist es die Person selber oder das Thema, für das sie steht? Welche Begegnungen erfüllen Sie mit Freude und wodurch entsteht diese? Was finden Sie an diesen Begegnungen und den dabei vermittelten Informationen spannend? Alles, was Ihnen auffällt, ist ein Puzzlestein auf dem Weg zu einer erfüllteren Zukunft.

Womit beschäftigen Sie sich besonders gerne?
Damit kommen wir zu den Aktivitäten, mit denen Sie viel Zeit verbringst – nicht aus einem Pflichtgefühl heraus, sondern aus Interesse. Dies können Kochrezepte sein, sprachlich gut gelungene Anleitungen oder Texte, stimmungsvolle Fotos, Rhythmen, Bewegungen oder besondere Stimmungen. Es spielt keine Rolle, in welchem Bereich diese liegen: Anregungen holen aus Zeitschriften oder Blogbeiträgen… Strukturen in der Landschaft oder in Abläufen… Zufällige Bemerkungen, die Sie weiter beschäftigen… Alles kann für Deine weiteren Schritte von Bedeutung und daher hilfreich sein.

Nun zu den drei Empfehlungen, die Ihren Findungsprozess unterstützen.

Legen Sie eine Sammlung an.
Diese kann in einer ansprechenden Mappe bestehen oder als Scrapbook gestaltet sein, in einem elektronischen Ordner stattfinden oder Notizen in einem einfachen Schreibheft. Es spielt keine Rolle, ob Sie bereits etwas mit den Informationen anfangen können oder vorerst das Gefühl haben, es sei ein reines Tohuwabohu. Zunächst ist nur wichtig, dass Sie alles zu sammeln. Sortieren Sie nichts aus, denn ein Aspekt, der Ihnen zunächst nebensächlich erscheint, kann später ein wichtiger Baustein zum Erfolg sein.

Geben Sie sich Zeit!
Dies ist kein Sportprogramm, bei dem es darum geht, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen. Oder eine Aufgabe, die sich in einer einzigen Woche erledigen lässt. Hier geht es um Ihre Zukunft. Daher ist es wichtig, dass Sie sich die Zeit geben, die dieser Prozess braucht. Wer bislang keinen Zugang zu Deinen Wünschen und Bedürfnissen hatte, braucht länger als jemand, der sich immer wieder mit diesen Fragen beschäftigt. In beiden Fälle gilt: Vertrauen Sie dem Prozess. Sie werden wissen, wann es Zeit ist für den nächsten Schritt. Dieser besteht darin, Ihre Sammlung zu analysieren und die zentralen Themen bzw. Wünsche darin zu erkennen.

Holen Sie sich Unterstützung.
Wenn es um uns selber geht, haben wir blinde Flecken, die verhindern, das zu erkennen, was direkt vor unserer Nase liegt. Mit einem Blick von außen ist es leichter, den roten Faden in der Vielfalt des gesammelten Materials zu erkennen. Diese Unterstützung kann von einer Freundin kommen oder durch einen erfahrenen Coach. Eine neutrale, unbefangene Person sieht schneller Zusammenhänge, erkennt thematische Schwerpunkte oder hat Ideen, wie sich mehrere Interessen zu etwas Eigenem verknüpfen lassen.

Die eigenen Träume annehmen
Nach Sammlung und Analyse geht es damit weiter, die entdeckten Wünsche lebendig werden zu lassen. Aus meiner langjährigen Erfahrung weiß ich, dass viele Menschen an diesem Punkt aufhören. Sie haben eine gute Vorstellung davon, was sie wirklich wollen – und doch stockt es. Etwas steht zwischen ihnen und ihrem Traum. Es sind die eigenen Zweifel sowie die fehlende Vorstellung davon, WIE es gehen kann, die unzählige wunderbare Ideen bereits am Anfang zunichtemachen.

Damit Sie Ihre Träume in die Welt bringen, kommen hier noch drei Empfehlungen, wie aus Träumen Ziele und irgendwann Wirklichkeit wird.

Entschiedenheit für den Traum
Ihr Traum gehört Ihnen, egal was andere darüber denken. Zum eigenen Traum zu stehen ist umso leichter, je genauer Sie wissen, dass und warum dieser Traum wichtig für Sie ist und Sie ihn auf jeden Fall realisieren wollen. Dafür spielt Entschiedenheit eine wichtige Rolle. Ohne sie geht nichts bei der Zielerreichung.
Entschiedenheit bedeutet, dass Sie zu 100 % hinter Ihrem Vorhaben stehen und dieses ohne Wenn und Aber umsetzen wollen. Ab dem Moment gibt es nur sehr wenig, was Sie davon abbringen kann. Es öffne sich Türen, die zuvor verschlossen oder nicht sichtbar waren. Es entstehen Verbindungen, die Sie weiterbringen. Sie entdecken Kräfte, die scheinbar darauf gewartet haben, dass Sie sie nutzen. Auf diese Weise entsteht Schritt für Schritt der passende Weg, der Sie an Ir Ziel bringt.

Zweifeln den Platz geben, der ihnen gebührt
Früher oder später taucht die Frage auf: Wie soll das gehen? Geben Sie dieser Frage keinen Raum! Halten Sie an Ihrer Vorstellung fest und vertrauen Sie darauf, dass sich der Weg zeigen wird, auf dem Sie zu Ihrem Ziel gelangen. Dieser weg lässt sich nicht von A (auf wie Anfang) nach Z (wie Ziel erreicht) planen. Er entsteht erst im Gehen. Wann immer eine Entscheidung ansteht, tauchen die Wegweiser auf. Keinen Moment früher – auch wenn wir uns dies so sehr wünschen. Viele machen sich daher erst gar nicht auf den Weg und vergeben damit die Chance, ihr Leben aktiv selbst zu gestalten. .
Die Fähigkeit, angemessen mit Zweifeln umzugehen, ist der entscheidende Unterschied zwischen Träumen und verwirklichten Träumen. Zweifel gehören zum Weg dazu. Sie haben auch eine Funktion: Sie geben Hinweise, wo Unsicherheiten vorhanden oder noch etwas zu klären ist. Entscheidend ist jedoch, wie Sie mit ihnen umgehen. Sie entscheiden, wie viel Platz Sie ihnen einräumen. Folgen Sie Ihnen, so werden Sie von ihnen beherrscht und verfallen in Lähmung. Oder Sie setzen Ihren Zweifeln angemessene Grenzen und bleiben dadurch Meisterin der Situation.

Dran bleiben, auch wenn es schwierig wird
Sehen Sie Widerstände oder Hindernisse als ein Zeichen dafür, dass Sie auf dem falschen Weg sind? Ich betrachte sie als Herausforderungen. Sie fordern dazu heraus zu beweisen, wie ernst es uns mit unserem Traum ist. So gesehen dienen sie als Test für unser Durchhaltevermögen und für unsere Kreativität.
Wer an dieser Stelle dranbleibt, erlebt neue, manches Mal auch überraschende Möglichkeiten, oder sieht Wege, die wie aus dem Nichts auftauchen. Treten Sie einen Schritt zurück und betrachten Sie, was sich zeigt, aus einer anderen Perspektive. Hier dient uns das Wasser als Vorbild. Es nimmt den Weg des geringsten Widerstands, fließt um Hindernisse herum und findet andere Möglichkeiten, wenn es irgendwo nicht weitergeht. Das Wasser hat keinen Plan, sondern folgt seinem Trieb, in Bewegung zu sein. Nutzen Sie diese zutiefst weibliche Vorgehensweise, lassen Sie sich leiten. Damit wählen Sie einen Weg, der wenig mit Bequemlichkeit, dafür viel mit Leichtigkeit und sinnvollem Energieeinsatz zu tun hat. Bleiben Sie in Bewegung und lassen Sie sich zu Ihrem Ziel führen.

Für diesen eigenen Weg gibt es keine Blaupause, sondern nur durch Ausprobieren Erkenntnisse gewinnen und diese wieder anpassen. Dabei helfen Vorbilder, von denen sich das eine oder andere abschauen lässt, ebenso wie der Austausch mit und die Bestärkung durch anderen, die ihren Weg schon gegangen sind. Das ist nicht immer einfach. Doch der Einsatz lohnt sich, denn er führt zu mehr Zufriedenheit, Lebensfreude und Wohlergehen auf allen Ebenen.

Zur Autorin:
Ulrike Bergmann bestärkt als Mutmacherin seit 20 Jahren lebenserfahrene Frauen, ihre eigenen Vorstellungen von einem erfüllten Leben zu verwirklichen. Dafür hat sie die MUT-Formel und Mut-Werkzeuge entwickelt, die sie in Blogbeiträgen und Büchern wie auch in Workshops, CoachingGruppen und Einzelcoachings vermittelt. Ihr Anliegen ist es, Frauen darin zu bestärken, ihren eigenen Weg in Leichtigkeit und Klarheit zu gehen.
Webseite: www.DieMutmacherin.de, Blog: www.mutmacher-magazin.de

 

Die Mutmacherin auf der women&work
Treffen Sie Ulrike Bergmann am 4. Juni auf der women&work in Bonn. An ihrem Stand in der Karriere- und Leadership-Lounge (K 25) steht sie Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung.

>> Download Standplan women&work

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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