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Europas größter Karriere-Event für Frauen

WomenPowerSlam 2016: Ein Erfahrungsbericht von Claudia Münster

Ein Kommentar

Claudia Münster ist bereits seit vielen Jahren Geschäftsführerin eines Unternehmens und möchte ihren Wirkungskreis erweitern. Am 4. Juni 2016 nutzte sie af der women&work den WOMEN-POWER-SLAM, um sich von den Expertinnen Anregungen zu holen, wie das funktionieren kann. Hier ist ihr Erfahrungsbericht.

Mit welchem Problem/welcher Fragestellung haben Sie am Slam teilgenommen?
Ich habe gemeinsam mit meinem Mann die Geschäftsleitung unseres Unternehmens. Das ist ein Job, den ich mit viel Herzblut und Engagement betreibe. Gleichzeitig bauen wir gemeinsam unser  Business als Impulsgeber auf, in dem ich als Trainer und Coach Menschen,insbesondere Frauen, dabei unterstütze,  durchzustarten und die beste Version ihrer selbst zu werden. Gerade unter Frauen gibt es unheimlich viele, die sich im Interesse der Familienplanung und des Familienmanagements zurückgenommen haben. Da liegt sehr  viel Potential brach.
Aus diesen Rahmenbedingungen – Unternehmerin einerseits und Coach andererseits – heraus,  hat  sich meine Fragestellung an die Expertinnen ergeben und  ebenso der Grund für die Teilnahme am Power Slam: Ich habe limitierte Zeit-Ressourcen. Das heißt, ich kann nicht einfach wahllos alles machen, von dem ich glaube, dass es wichtig ist für den Aufbau des Business. Sondern ich muss das Notwendige erkennen und es tun. Außerdem muss ich Zeiträuber eliminieren, die das Business nicht voranbringen. Mein Wunsch war es für dieses Zeit-Thema Tipps zu bekommen.

Wie haben Sie sich auf den Slam vorbereitet?
Ich habe mir überlegt, was ich inhaltlich sagen möchte, um mich und meine Anliegen vorzustellen. Zunächst war ich in Versuchung einen 90-sekündigen Vortrag auszuarbeiten, daran zu feilen, ihn zu perfektionieren, zu optimieren, ihn auswendig zu lernen und dann meine 90 Sekunden zu pitchen.
Dieser Versuchung bin nicht erlegen. Tatsächlich habe ich entschieden: Wenn ich nicht frei erzählen kann, was ich mache und wo ich Unterstützung möchte – und das Ganze bitte mit Begeisterung und Ausstrahlung – dann sollte ich mein Business lieber bleiben lassen. Das hört sich sehr hart an. Ist es aber gar nicht.  Tatsächlich habe ich mir damit den Druck genommen. Ich musste einfach nur ich sein und einfach nur sagen, was ich mache und möchte. Easy. Sehr viel leichter als einen scheinbar perfekten Pitch zu kreieren und auswendig zu lernen.
Deshalb habe ich lediglich vier Fotos rausgesucht, um die Vorstellung meiner Arbeit zu visualisieren.  Außerdem habe ich einmalig einen Zeitcheck gemacht: 1:15 Minuten. Und dann habe ich losgelassen und mich einfach nur noch auf die Messe und den Slam gefreut.
Etwa zwei Wochen vor dem Slam habe ich die Recherche zu den Expertinnen und meinen Mit-Slammerinnen begonnen. So wusste ich vorab  genau, welche Frau ich im Anschluss persönlich sprechen möchte, wo sich Überschneidungen ergeben, mit wem ich mit vernetzen möchte usw. Dieser Schritt ist hilfreich um aus so einer Gelegenheit den maximalen Output zu erzielen und alle Möglichkeiten zu nutzen.

Welche Erfahrungen haben Sie während des Slams gemacht?
Ich habe erkannt, dass ein Pitch sehr viel schwerer ist als ein längerer Vortrag. Der Grund ist schlichte Biochemie. In den ersten Sekunden, wenn du einen Vortrag beginnst, werden Unmengen an Adrenalin ausgeschüttet. Diese Chemie-Keule reguliert sich nach einiger Zeit. Innerhalb von 90 Sekunden bist du noch mittendrin im Drogentaumel.
Diesen Effekt hatte ich nicht berücksichtigt. Das hat dazu geführt, dass ich das Gefühl hatte, dass meine Stimme während der 90 Sekunden absolut zittrig war. Ich habe dieses Zittern gehört, gespürt und es hat mich verunsichert. Aber ich habe einfach weiter gemacht, denn es hat trotzdem unglaublich Spaß gemacht.
Fakt ist jedoch, dass Zittern ist nur in meinem Inneren passiert. Das Feedback der Expertinnen und meiner Mit-Slammerin sowie die Videoaufnahme machten wir klar, dass alles wunderbar gelaufen war: kein Zittern, keine Unsicherheit einfach nur ein guter Pitch.
Als Learning nehme ich also mit: Entspann dich und bleib cool. Es wird klappen. Lass dich nicht verunsichern.

Was geschah nach dem Slam?
Direkt nach dem Slam habe ich super Tipps bekommen, die vieles von dem, was ich intuitiv bereits selber als die nächsten richtigen Schritte gespürt hatte, bestätigten. Später habe ich noch mit vielen Expertinnen persönlich gesprochen. Ich habe so unglaublich fundiertes Expertinnen-Wissen bekommen. Tatsächlich waren es zum Teil nicht mehr nur Tipps, sondern kostenlose lösungsorientierte Business-Kurzzeit-Coachings. Ich habe komplett neue Anregungen bekommen, wie ich meine Pläne besser und leichter umsetzen kann. Das hat einiges verändert.
Die Key-Erkenntnis ist, dass ich meine beiden Jobs und Unternehmen nicht mehr komplett getrennt sehe. Meine Fähigkeiten und Erfolge als Unternehmerin bringe ich nun ganz bewusst in meine Trainer/Coach Tätigkeit ein und umgekehrt.  Dadurch hat sich zwar mein Zeit-Thema nicht komplett erledigt, aber es macht meine Arbeit leichter und bringt sie auf ein höheres Level.

Welchen Tipp möchten Sie zukünftigen Slammerinnen geben?
Nimm die Maske ab! Es ist kein Contest, den du gewinnen möchtest, sondern es geht um dein Business, das du voranbringen willst. Also sei ehrlich und du selbst.
Wenn dir die Vorstellung des Auftritts Sorge und Angst macht, dann spiele die Situation einfach vorher durch. Beim Üben ist weniger wichtig was du sagst, sondern wichtiger ist zu trainieren, dass du gut rüberkommst. Da, wo es noch harkt,  einfach probieren, spielen und  sicherer werden.
Nutz diese einmalige Gelegenheit, um dich überhaupt einmal zu trauen vor so einem Forum zu sprechen und auf Knopfdruck  liefern zu müssen. Und zweitens, nutz die Gelegenheit das geballte Wissen der Expertinnen anzuzapfen, die dir ihre Zeit und ihr Wissen schenken, um dich voran zu bringen.

 

Claudia Münster wird auch am 17. Juni 2017 wieder am WOMEN-POWER-SLAM teilnehmen, dann jedoch als Expertin  zur Verfügung stehen. Schon heute senden wir dafür ein herzliches DANKE und freuen uns auf ein Wiedersehen in Bonn.

>> www.womenandwork.de

 

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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