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Erfolgreich als Unternehmerin | #Erfolg

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unternehmerinAuf dem Blog von Nadja Forster läuft zurzeit eine Blogparade zum Thema „Erfolgsfaktor DU“. Sie möchte gern wissen, welche Persönlichkeiten hinter Erfolgen stecken und welchen Anteil wir selbst am Erfolg haben. Mit fast 20-jähriger Erfahrung als Unternehmerin und als Initiatorin der women&work, die 2012 den Innovationspreis „Land der Ideen“ gewonnen hat, möchte ich die Gelegenheit nutzen, und Nadjas Blogparade mit meinen Erfahrungen und Erkenntnissen ergänzen.

Der Nährboden

Ich bin seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Meine erste Firma gründete ich – gemeinsam mit meinem Mann – aus dem Studium heraus. Ein Neuling in der Unternehmenswelt war ich allerdings damals schon nicht. In den Betrieben von Vater und Großvater habe ich schon in jungen Jahren in die Welt von Business, Leadership und Innovation geschnuppert. Ich habe meiner Oma beim Arbeiten zugeschaut, und mit den alten Setzkästen in der Druckerei meines Vaters gespielt. Schon früh erkannte ich: Wer nicht innoviert, entwickelt sich nicht weiter. Wer sich nicht freiwillig von innen heraus verändert, wenn sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern, wird von außen in den Change getrieben.
Ich habe Unternehmertum als Kind erfahren, am Küchentisch mit besprochen – und wusste schon damals sehr genau, was ich will: Irgendwann mein eigenes Unternehmen haben. Es gab für mich nie eine wirklich relevante Alternative zum Unternehmertum.

Mein Selbstbild als Unternehmerin
Ich bin heute viel erfahrener und „reifer“ als mit 25 und das gefällt mir persönlich sehr gut. Ich möchte heute nicht noch einmal 25 sein – die ersten Lehr- und Krisenjahre waren hart. Als Unternehmerin ist es mir sehr wichtig, gedanklich flexibel zu sein und zu bleiben. Betriebsblindheit darf man sich nicht erlauben. Es ist wichtig, gute Sparringspartner zu haben. Für mich ist das mein Mann. Wir besprechen beruflich alles gemeinsam und entscheiden auch gemeinsam. Das stärkt den Rücken und gibt Sicherheit.

Unternehmerische Kompetenzen
Erfolgswille, Durchsetzungskraft, eine gewisse „Wadenbissigkeit“ – also die Fähigkeit, nicht aufzugeben, haben mir nie geschadet. Auch meine Ungeduld, die mir in Schul- und Studienzeiten oft das Leben schwer gemacht hat, ist für das Unternehmerin sein durchaus hilfreich. Außerdem habe ich eine hohe Umsetzungskompetenz und die Fähigkeit, schnell Strukturen schaffen zu können. Das hilft bei neuen Ideen und Projekten sehr.
Innovationsfähigkeit, Agilität, verkäuferisches Talent – auch das sind wichtige Eigenschaften. Und mittlerweile ist auch (soziale) Medienkompetenz aus meiner Sicht unabdingbar.

Scheitern lernen
Wir haben viele, ab und an auch heftige Unternehmenskrisen gehabt. Angefangen vom 11. September über die Finanzkrise 2008 bis hin zum Tod unseres damaligen Mit-Gesellschafters. Jede dieser Krisen kam unverhofft und traf uns damals unvorbereitet.
Was wir daraus gelernt haben? Hinfallen, Schmerzen haben, den Stolperstein anschauen, ihn aus dem Weg räumen, Aufstehen, Hose abklopfen und weitermachen. Aufgeben ist für uns nie in Frage gekommen. Daher haben wir immer nur nach vorne geschaut.
Es hat allerdings ein paar Jahre gedauert, bis ich gelernt habe: Scheitern gehört zum Geschäft. Als der Knoten geplatzt war, hat das Druck rausgenommen. Heute überlegen wir, wie wir günstiger scheitern können, sprich: beim Scheitern nicht mehr so viel Geld und/oder Zeit verlieren. Das hat dazu geführt, dass wir neue Ideen heute sehr strategisch angehen. Geholfen hat auch, dass wir uns mit dem Thema Innovationsmanagement auseinander gesetzt und in dem Bereich eine Coaching-Ausbildung gemacht haben. Seit dieser Zeit nehmen wir Fehlschläge heute gar nicht mehr wirklich als Scheitern wahr, sondern nur noch als Adaption an eine Situation, die wir ursprünglich anders eingeschätzt haben.

Krisen vermeiden
Mit den Jahren und der steigenden Erfahrung haben wir gelernt, den Aufprall von Krisen abzufedern. Die Macht und Kraft des Netzwerkens ist dabei eines der wichtigsten Elemente. Netzwerken gibt ein ganz anderes Gefühl von Sicherheit und es gibt einem auch das Gefühl von „eingebettet sein“ in die Gesellschaft. Dieses Gefühl zu haben ist sehr wichtig, weil Unternehmertum in Deutschland immer noch keine Selbstverständlichkeit ist und Unternehmer sehr häufig am Rande der Existenz und damit auch am Rande der Gesellschaft stehen. Egal, ob es um Bank- oder Versicherungsgeschäfte geht, um Investitionen, Altersvorsorge oder rechtliche Rahmenbedingungen generell – sehr vieles ist für Solo-Unternehmer bzw. KMUs aufwändig, mühsam und bürokratisch. Die deutsche Politik da wenig und wenn dann nur sehr mühsam und selektiv. Daher ist das Vernetzen untereinander und das „eingebettet sein“ für uns unverzichtbar. Foren zum Netzwerken schaffen wir mittlerweile auch regelmäßig selbst – z.B. durch XING-Abende, die wir bei uns veranstalten.
Die Fähigkeit (voneinander) zu lernen sollte einem übrigens auch nicht abhandenkommen, wenn man Krisen vermeiden oder abfedern möchte. Damit verbunden ist auch eine nie enden wollende Neugier. Wenn man als Unternehmer aufhört, Fragen zu stellen, hat man ein echtes Problem. Und apropos Problem: Problemlösungskompetenz ist ebenfalls unerlässlich für ein gutes Krisenmanagement.

Erfolgsgewohnheiten
Erfolg fällt nicht wie Manna vom Himmel. Erfolg muss im Regelfall erarbeitet werden. Wer dauerhaft erfolgreich sein möchte, arbeitet sehr oft selbst und ständig. Ich habe mir angewöhnt, in jedem Urlaub mindestens ein Managementbuch zu lesen, oft sind es mehrere. Danach diskutiere ich darüber mit meinem Mann. Auf diesem Weg haben wir schon sehr viele Probleme gelöst und neue Ideen generiert. Im Urlaub ist der Kopf frei – das machen wir uns regelmäßig zu Nutze.
Mittlerweile reserviere ich mir auch regelmäßig Termine mit „Dr. Frei“ – das sind Tage, an denen ich keine Termine einplane, sondern mir stattdessen Zeit nehme, strategisch zu planen, in mich zu gehen, nachzudenken und an bestehenden Projekten zu feilen. Manchmal nutze ich die Zeit aber auch tatschlich mal „nur“ zum Lesen oder Nichtstun und gehe dafür dann am nächsten Tag wieder motivierter an die Arbeit.

Regeln brechen
Wir versuchen regelmäßig, Regeln zu brechen und die women&work ist ein klassisches „Rulebreaker-Projekt“: Wir haben mit der women&work als erste am Markt ein neues Recruiting-Format geschaffen, indem wir Recruiting-Messe und Fachkongress miteinander verbunden haben. Und wir haben die Angebote auf eine Zielgruppe zugespitzt. Das gab es vorher in dieser Form in unserer Branche nicht.
Erfolgreiches Unternehmertum braucht mentalen Regelbruch, denn ohne den schwimmt ein Unternehmer immer in der Masse und droht, im Wettbewerb unterzugehen.

Zukunft
Alles, was wir mit unseren Firmen tun, tun wir, um die Zukunft zu gestalten. Das ist unsere Vision und unser Antrieb. Darum ist die heutige Zeit für uns als Unternehmer wunderbar. Die Welt ist im Wandel – sie ist VUCA und braucht neue Ideen und Konzepte. Davon haben wir reichlich, daher wird uns die Arbeit so schnell nicht ausgehen.

 

Wer mehr wissen möchte…
… kann mich jederzeit ansprechen. Wir teilen unsere Erfahrungen und kreativen Gehirne übrigens gern auch im Rahmen eines „Creative Dinners“ ;-).
www.AGENTURohneNAMEN.de | www.VogelPerspektive.gmbh | www.futability.com

 

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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