women&work

Europas größter Karriere-Event für Frauen

#FrauenUndTechnik: 5 Karriere-Strategien für MINTees

Hinterlasse einen Kommentar

5-karriere-strategien-fur-minteesDie Geschirrspülmaschine hat Josephine Cochrane erfunden, den Scheibenwischer Mary Anderson und ohne Nicole Cliquot würde der Champagner nicht so schön prickeln. Diese Erfinderinnen täuschen jedoch nicht darüber hinweg, dass Frauen im MINT-Bereich nach wie vor selten sind und der Berufseinstieg immer noch häufig in Männerdomänen erfolgt.

Josephine Cochrane, Mary Anderson und Nicole Cliquot haben mit Maria Goeppert-Mayer, Jocelyn Bell Burnell, Rita Levi-Montalcini oder Emmy Noether zwei Dinge gemeinsam:

  1. Sie haben erfolgreich geforscht und bahnbrechende Erfindungen gemacht.
  2. Kaum jemand kennt sie, der sich nicht ernsthaft darum bemüht, nach Beispielen für erfolgreiche Frauenkarrieren in den so genannten MINT-Berufen zu suchen.

Und hier liegt ein grundsätzliches Dilemma für alle Berufseinsteigerinnen und diejenigen begraben, die in den MINT-Berufen Karriere machen wollen.

Anerkannte Frauen in diesen Bereichen sind im Gegensatz zu ihren männlichen Konterparts oft viel zu bescheiden, wenn es um die eigenen Errungenschaften geht – und sie sind zu wenig sichtbar.

Dass Frauen mit einem technischen oder naturwissenschaftlichen Hintergrund beim Berufseinstieg in Männerdomänen vorstoßen, in den Unternehmen unter der Rubrik „Diversity“ laufen und damit zu der in der Minderheit vorhandenen Mitarbeitergruppe zählen, macht es nicht einfacher, sich durchzusetzen und den Karriereweg als „MINTee“ zu gehen. Veraltete Rollenbilder in der Gesellschaft und in den Unternehmen erschweren technische Frauenkarrieren oft zusätzlich.

Dabei war vor allem die IT nicht immer in Männerhand. Geschichtlich sind die Computerwissenschaften einer Frau zu verdanken. Ada Lovelace (1815-1852) war Mathematikerin und Gründerin der Compu­terwissenschaften. Als erste Programmiererin der Welt schuf sie einen Berufszweig, in dem Frauen heute unterrepräsentiert sind. Noch im zweiten Weltkrieg waren Frauen maßgeblich an wichti­gen Erfindungen beteiligt, die den Grundstein für unsere heutige Tech-Industrie legten. Der Umbau dieser Sozialdemografie erfolgte in den 80er Jahren, als sich die Tech-Industrie – ausgehend vom Silicon Valley – mit ihrem flächen­deckenden Erfolg ökonomisch stark veränderte. Heute sind Frauen auch im Silicon Valley seit Jahren unterreprä­sentiert.

Doch all das sollte Frauen in keinster Weise davon abhalten, als MINTee Karriere zu machen, denn drei Fakten sprechen dafür, dass sich die Zeiten – wenn auch langsam – ändern:

  1. Demografie und Fachkräftemangel sorgen für einen erhöhten Druck in den Unternehmen. Vakante Stellen werden in Zukunft durch Männer allein nicht mehr besetzt werden können.
  2. Mit Männern und Frauen durchsetzte Teams sind erfolgreicher. Das hat sich in vielen Unternehmen langsam aber sicher herumgesprochen und gerade in den so genannten „Männerdomänen“ werden verstärkt Maßnahmen ergriffen, Frauen ins Boot zu holen.
  3. Frauen spielen eine wichtige Rolle bei der Neu­gestaltung von Arbeit, Wirtschaft und Gesell­schaft, die zwangsweise mit der Vierten Industriellen Revolution einhergehen wird.

Dennoch ist die gläserne Decke, das wird vor allem nach der Wahl in den USA erneut deutlich, nicht nur dicker als gedacht, sondern ihre Hüter sind Männer und Frauen gleichermaßen. Karriere-Hemmnisse existieren für Frauen nach wie vor.

Wie überall, so erfordert es auch in diesem Fall Kalkül und langfristige Planung auf Seiten der Frauen, um sich möglichst schon zu Beginn der Karriere taktisch klug aufstellen zu können. Diese 5 Strategien können dabei helfen:

  1. Mentorensuche.
    Viele Unternehmen bieten Mentorenprogramme für Frauen an. Nutzen Sie diese Angebote, wenn sie vorhanden sind und wenn nicht, suchen Sie sich Leute im Unternehmen, die Ihre Karriere aktiv fördern können und wollen.
  2. Old Boys auch für Frauen.
    Netzwerke sind ein entscheidender – wenn nicht sogar DER entscheidende Karriere-Turbo für Frauen. Suchen Sie sich innerhalb und außerhalb des Unternehmens die richtigen Netzwerke und knüpfen Sie persönliche Kontakte zu Entscheidungsträgern.
  3. Allein unter Männern – na und?!
    In vielen männerdominierten Unternehmen müssen Sie sich als Frau gar nicht anstrengen, um sichtbar zu sein. Als oftmals einzige Frau in einem Meeting sind Sie es automatisch. Und das ist ein Vorteil, denn so schnell werden Sie nicht vergessen.
  4. Hab ich Dir schon erzählt…?
    Wer kein Lotto spielt, kann den Jackpot nicht knacken und wer nicht über seine Erfolge spricht, wird nicht befördert. Springen Sie daher über Ihren Schatten und reden Sie über Ihren Erfolg. Wenn Sie sich nicht selbst vermarkten, wird es kein anderer für Sie tun.
  5. Verkünden Sie mit Stolz: „Ich bin eine Quotenfrau!“
    MINT-Frauen sind als „Quotenfrauen“ nicht selten die ersten Frauen, die in bestimmte Bereiche vorstoßen oder zum ersten Mal als Frau in einem männerdominierten Umfeld eine Führungsposition bekleiden. Das ist keine Schande – ganz im Gegenteil! Quotenfrauen sind Pionierinnen. In der Geschichte der Menschheit waren Pioniere immer Regelbrecher und Innovatoren – und hoch angesehen, wenn ihre Pionierleistung erfolgreich war. Quotenfrauen rücken nicht nur in das Blickfeld der Männer, sondern sie werden vor allem auch von jungen Frauen wahrgenommen, die die Aufgabe noch vor sich haben, neue Rollen auszufüllen und alte, zu eng gewordene Rollenstereotype abzuschütteln. Quotenfrauen können ihnen zeigen, was möglich ist und ihre Sehnsucht wecken, die eigene Pionierleistung nachzuahmen.

 

Die women&work macht ganz viel MINT

Ambitionierte MINT-Frauen haben auch im kommenden Jahr wieder die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und interessante MINT-Arbeitgeber kennenzulernen.

Am 17. Juni 2017 findet die women&work, Europas größter Messe-Kongress und Karriere-Event für Frauen, zum 7. Mal in Bonn statt. Auch 2017 gibt die women&work den MINT-Berufen ein breites Forum, um gerade jungen Frauen zu zeigen, wie erfolgreiche Karrieren in der MINT-Branche aussehen.

Von 10:00 bis 17:30 Uhr können ambitionierte Frauen Kontakte zu über 120 Top-Arbeitgebern knüpfen – darunter eine große Anzahl von Firmen aus dem MINT-Bereich wie BASF, Bayer, BMW, Bosch, CLAAS, Daimler, Deutsche Telekom, E.ON, Mainova, Porsche oder ThyssenKrupp. Wer sich gezielt auf die Gespräche mit den Unternehmen vorbereiten möchte, kann sich ab Mitte Januar für vorterminierte Gespräche bei den ausstellenden Unternehmen anmelden.

> Link zur women&work

> Link zum Kongressprogramm

> Schwerpunktthema 2017: „Veränderung und Transformation“

Dieser Artikel ist ein Beitrag zur Blogparade „#FrauenUndTechnik – Na klar„.

Advertisements

Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, 2-fache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Ihre erste Firma gründete sie aus dem Studium heraus und war doch kein Neuling in der Unternehmenswelt. In den Betrieben von Vater und Großvater schnupperte sie schon in jungen Jahren in die Welt von Business, Leadership und Innovation. Schon früh erkannte sie: Wer nicht innoviert, entwickelt sich nicht weiter. Wer sich nicht freiwillig von innen heraus verändert, wenn sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern, wird von außen in den Change getrieben. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt. Ihr Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ (ISBN 978-3-946302-00-1, EUR 14,99) erschien im Februar 2016 und wurde im Oktober 2016 mit dem NiBB-Innovationspreis ausgezeichnet.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s