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Europas größter Karriere-Event für Frauen

Von Ada Lovelace lernen | #MINT | #AdaLovelace | #Weltfrauentag

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von-ada-lovelace-lernenIm Jahr 1842 schrieb Ada Lovelace das weltweit erste Computerprogramm. Sie wurde so zur Gründerin der Computerwissenschaften. Als erste Programmiererin der Welt schuf sie einen Berufszweig, in dem Frauen bis heute unterrepräsentiert sind. Wie konnte das geschehen, in einer Zeit, in der die Aufgaben der Hausfrau und Mutter die einzige Bestimmung im Leben einer Frau darstellten?

Ada Lovelace war die Tochter von Lord Byron, einem britischen Dichter. Geburt und Kindheit fielen in den Beginn der industriellen Revolution. Sie erlebte mit, wie sich die Arbeit veränderte, in Fabriken verlagert und industrialisiert wurde. In ihrer Geburts- und Heimatstadt London befand sie sich im Schmelztiegel alter und neuer Welten und im Herzen des beginnenden Industriezeitalters, das die Welt irreversibel verändern sollte.

Weil ihre Mutter nicht wollte, dass Ada in die beruflichen Fußstapfen ihres Vaters trat, sorgte sie früh dafür, dass ihre Tochter fast ausschließlich in Mathematik und Naturwissenschaften unterrichtet wurde. Mit Erfolg. Ada Lovelaces Poesie war die Mathematik – allen gesellschaftlichen Widrigkeiten zum Trotz, denen die meisten Frauen in der Zeit ausgesetzt waren. Mit 17 Jahren traf sie Charles Babbage, der ihr Pläne für eine Maschine zeigte, von der er glaubte, sie könne komplexe mathematische Berechnungen durchführen. Ada Lovelace übersetzte diese Pläne vom Französischen ins Englische und fügte ihnen eigene Gedanken und Ideen hinzu. Ihre Visionen gingen weit über die Berechnungen und Ideen von Babbage hinaus. Ihre Beiträge zu Rechnerarchitektur und Grundlagen der Programmierung bis hin zu ersten Ideen künstlicher Intelligenzen zeigten, dass Lovelace den Computer schon damals als ein universelles Hilfsmittel ansah, der alles tun kann, was einem logischen Algorithmus entspringt. Damit war Ada Lovelace ihrer Zeit weit voraus.

Ada Lovelace starb 1852 mit nur 36 Jahren an Krebs. 165 Jahre später, im Jahr 2017, sind gerade einmal 7,2 % Frauen im Top-Management in Industrie 4.0 beschäftigt. Haben Frauen damit überhaupt eine Chance, sich aktiv in den Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 zu Wort zu melden?

Wenn wir uns ein Beispiel an Ada Lovelace nehmen, kann die Frage nur mit „Ja“ beantwortet werden. Lovelace trotzte im 19. Jahrhundert jeder gesellschaftlichen Konvention. Unbeirrbar geleitet durch ihre eigenen Ideen, ihre visionäre Vorstellungskraft und ihre pioniergeistige Fantasie des Möglichen, bahnte sie sich ihren Weg in einer Männerdomäne.

Was können wir von ihr lernen?

  1. Glaube an Dich selbst: Ada Lovelace war eine sehr untypische Erscheinung im 19. Jahrhundert. Als einzige Frau in einer Welt der Männer fehlten ihr nicht nur weibliche Vorbilder. Sie selbst „unterschied sich von der Menschheit überhaupt“, schrieb ihr damals ein Freund. Sie konnte daher nur auf sich selbst vertrauen und an sich selbst glauben.
  2. Sei visionär: Ihre visionäre Vorstellungskraft, ihre Technik-Affinität und ihr weitreichendes Verständnis dessen, wozu Technik in der Lage sein kann, begründeten die digitale Revolution, deren Auswirkungen wir heute so massiv spüren. Ihr Forschergeist wurde Zeit ihres Lebens von ihren Visionen genährt. Ada brannte für das, was sie tat. Hinter ihren Handlungen und ihrer Leidenschaft steckte die tiefe Überzeugung der Richtigkeit ihrer Ideen und Visionen.
  3. Nutze die Zeit: Ada Lovelace lebte in einer Zeit radikaler Veränderungen. Anstatt sich davon einschüchtern zu lassen, nutzte sie die Zeit der Veränderung, in der alles Althergebrachte auf den Kopf gestellt wurde, um Konventionen zu durchbrechen, eigene Wege zu gehen und eigene Visionen von einer neuen Zukunft zu entwickeln.

Unsere Gegenwart weist faszinierende Parallelen auf zu der Zeit, in der Ada Lovelace lebte. Auch heute sorgt die digitale (R)Evolution für eine radikale Veränderung der Arbeitswelt. Auch heute sind Frauen in den entscheidenden Zukunftsbranchen nach wie vor unterrepräsentiert. Dabei ist die digitale Zukunft auch heute weiblich. Fehlen Stimmen, Meinungen und Erfahrungen der Frauen, wird der Transformationsprozess ungünstig einseitig.

Wer die Zukunft daher aktiv mitgestalten möchte, sollte unbedingt am 17. Juni auf die women&work nach Bonn kommen. „Veränderung und Transformation“ lautet das Schwerpunktthema von Europas größtem Karriere-Event für Frauen. Neben 100 Top-Arbeitgebern und einem hochkarätigen Vortragsprogramm, wird Christian Lindner, Chef der FDP, bei „women&work-Backstage“ Rede und Antwort stehen.

> Weitere Infos unter www.womenandwork.de

 

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, 2-fache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Ihre erste Firma gründete sie aus dem Studium heraus und war doch kein Neuling in der Unternehmenswelt. In den Betrieben von Vater und Großvater schnupperte sie schon in jungen Jahren in die Welt von Business, Leadership und Innovation. Schon früh erkannte sie: Wer nicht innoviert, entwickelt sich nicht weiter. Wer sich nicht freiwillig von innen heraus verändert, wenn sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen ändern, wird von außen in den Change getrieben. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt. Ihr Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ (ISBN 978-3-946302-00-1, EUR 14,99) erschien im Februar 2016 und wurde im Oktober 2016 mit dem NiBB-Innovationspreis ausgezeichnet.

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