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Wie achtsames Selbstmanagement das Miteinander im Berufsleben verbessert

2 Kommentare

achts

Die Arbeitswelt mit ihren Anforderungen wird immer komplexer und vielschichtiger. Einige Unternehmen wie Google und SAP haben unter dem Begriff „Mindful Leadership“ bereits für sich erkannt, dass das Thema Achtsamkeit in der Berufswelt zur besseren Bewältigung bei der Ausübung von bestehenden und neuen Herausforderungen führt.

Durch die massive Zunahme von Burnout-Diagnosen und vielen Krankheitsausfällen, sehen sich Unternehmen immer mehr gezwungen, nach alternativen Methoden zur Stressprävention zu suchen. Unter anderem kommt hierbei dem Thema Achtsamkeit wieder eine neue Rolle zu.

Was bedeutet überhaupt Achtsamkeit im Beruf?

Achtsamkeit bedeutet, im Moment bei sich zu sein und wertfrei mit anderen Personen umzugehen. Wer achtsam ist, der sieht die Situationen wie ein Beobachter, identifiziert sich jedoch nicht damit. Man kann Achtsamkeit auch als Bewusstseinszustand der wertfreien Beobachtung und Akzeptanz der Gegenwart benennen.

Achtsamkeit kann gut als Mittel zur Stressprävention eingesetzt werden. Dadurch wird man in der Regel relaxter und entspannter. Wer achtsam ist, kann Prioritäten setzen und sich besser auf seine Aufgaben fokussieren. Jedoch darf man nicht verschweigen, dass die Umstellung auch seine Zeit benötigt.

Hilfreich ist es auch, wenn man einfach auch mal die Dinge so stehen lassen kann, wie sie nun mal gerade sind. Vor allem, wenn man gerade nichts daran ändern kann. Einfach auch öfters mal zu anderen nein zu sagen, um nicht irgendwann mal vor einem Berg von Aufgaben zu stehen und diese nicht mehr bewältigen zu können, ist für Jeden einzelnen eine wichtige Option.

Wann hilft die Methode – Beispiele im Berufsalltag:

  • Durch die digitale Welt gibt es immer mehr Ablenkungen im beruflichen Bereich. Deshalb unterstützt die Fokussierung und Priorisierung bei der Bewältigung von einer Großzahl von Aufgaben.
  • Auch Konflikte und Ärger mit den Kollegen / Kolleginnen können das Miteinander in der Firma beziehungsweise im Team erschweren. Hier eine Distanz durch wertfreie Beobachtung zu erhalten, kann Jedem dabei helfen, sich nicht mehr in Auseinandersetzungen mit reinziehen zu lassen.
  • Konflikte mit Vorgesetzten können nicht nur das Arbeitsklima belasten, sondern auch das Gefühl des Ausgeliefertseins verstärken. Die eigene Rolle bewusst wahr zu nehmen, kann bereits zu einer Veränderung führen.
  • Wenn Arbeitnehmer das Gefühl haben, dass zu hohe Anforderungen an sie gestellt werden, können sie sich überfordert fühlen. Hier kann es sich zum Beispiel um Projekte handeln, die langwierig oder auch schwierig zu bewältigen sind. Durch Reflektion und Abstand können bessere Lösungsansätze gefunden werden.
  • Wenn es in Teams immer wieder Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Problemen gibt, dann kann mit Achtsamkeit eine neue Sichtweise geschaffen werden. Man nimmt sich bewusst Zeit für die Lösungssuche, entscheidet sich für eine Lösung und setzt diese dann auch um.
  • Auch bei Menschen, für die das Wort Geduld ein Fremdwort ist, können Achtsamkeitsübungen eingesetzt werden. Dies hilft die Frustration über die Dauer einer Aufgabe erst gar nicht entstehen zu lassen.

Welche Vorteile hat Achtsamkeit für den Mitarbeiter?

  • Besserer Umgang mit Stress und Belastungen
  • Verbesserte Konzentration
  • Förderung der Kreativität
  • Bessere Entscheidungen treffen
  • Weniger grübeln und sich Sorgen machen
  • Optimistischere Grundeinstellung
  • Positive Gedanken entwickeln
  • Mehr Geduld mit sich und anderen
  • Sich selbst besser kennenlernen
  • Für sich selbst und das eigene Handeln Verantwortung übernehmen
  • Eigene Verhaltensweisen reflektieren

Welche Vorteile hat Achtsamkeit für das Unternehmen?

  • Qualitätsverbesserung
  • Stressresistentere Mitarbeiter
  • Weniger Arbeitsausfälle
  • Leistungsstärkere Mitarbeiter
  • Produktivitätssteigerung
  • Bessere Kommunikation im Unternehmen
  • Fokussierung auf Lösungen und nicht auf Probleme

 

Warum könnte Achtsamkeit eine Lösung für das Unternehmen sein?

Da ein großer Konkurrenzdruck national und international herrscht, sowie auch der Fachkräftemangel immer mehr eine Rolle spielt, sind die Unternehmen gefordert, nach neuen Möglichkeiten zu suchen, wie Mitarbeiter mehr und effizienter mit ihren Aufgaben zurechtkommen.

Wenn der Fokus auf das Thema achtsames Selbstmanagement gelegt wird, dann werden die Unternehmen von weniger Krankheitstagen sowie einem effizienteren Arbeiten ihrer Mitarbeiter profitieren. Letztendlich wird dadurch auch eine Burnout-Prävention geschaffen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der women&work am 28. April in Frankfurt im PechaKucha-Vortrag „Mensch oder Maschine – wie verändert sich die Arbeitswelt“ um 15:00 Uhr im Raum KONSTANT oder am Messestand von Trainpers in der Karriere- und Leadership-Lounge.

Die Autorin Christine Riemer-Mathies hat sich zur Aufgabe gemacht, in Unternehmen den Fokus auf die Menschlichkeit zu richten. Sie hat hierfür die trainpers®Methode kreiert, bei der Anerkennung, Wertschätzung und Respekt im Fokus stehen. Sie hält darüber Firmenseminare, Teamcoachings sowie Vorträge. Weitere Informationen unter: www.trainpers.de.

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

2 Kommentare zu “Wie achtsames Selbstmanagement das Miteinander im Berufsleben verbessert

  1. Es ist gut die Dinge beim Namen zu nennen. In diesem Beitrag wird deutlich was schon lange Fakt ist: Die Unternehmen brauchen Unterstützung bei der sich veränderten Arbeitswelt, um den Mitarbeitern gerecht zu werden. Ansonsten drohen noch mehr Krankheitsausfälle und das schadet allen, den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern sowieso. Ein Umdenken ist nötig!

    Gut dass es nun Beraterinnen wie Frau Christine Riemer-Mathies gibt.

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  2. Toller Artikel, danke für viele gute Impulse!
    Ja, m.E. ist Achtsamkeit einer der wichtigsten Werte dieser Zeit. Davon profitieren Angestellte ebenso wie Arbeitgeber.
    Viele Menschen leiden darunter, respektlos behandelt zu werden. Dem zu begegnen gelingt vor allem in der Selbstzentrierung.
    Ein wunderbarer Nebenaspekt dabei:
    Wer selbst zentriert und dabei achtsam mit sich und anderen umgeht, ist anderen gegenüber wohlgesonnen und kann auch gut für andere Menschen da sein.

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