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Europas größter Karriere-Event für Frauen

Für Chancengleichheit am Arbeitsplatz: Raus aus der Stereotypenfalle!

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Von klein auf leben wir mit einem bestimmten Rollenverständnis in unserem Umfeld, das in unserer Sozialisation fest in uns verankert wird. Diese Denkmuster begleiten uns und lenken uns – meist unbewusst. Am Arbeitsplatz bestimmen sie unsere Sichtweise und Einstellungen, unsere Entscheidungen und Verhalten. Dadurch ist fast jede Unternehmeskultur durch Stereotype und Vorurteile beeinflusst. Wollen wir aber Chancengleichheit für Männer und Frauen in der Arbeitswelt erreichen, müssen wir handeln – gegen Stereotypenfallen.

Sicher ist jeder schon einmal in eine sogenannte Stereotypenfalle getappt: Wir hören eine Eigenschaft – durchsetzungsstark, zielgerichtet, strategisch – oder eine Berufsbezeichnung – Pilot, Pflegekraft, Ingeniuer – und sofort haben wir ein Bild im Kopf. Hinzu kommt, dass im beruflichen Kontext bestimmte Attribute je nach Geschlecht unterschiedlich bewertet und wahrgenommen werden: So wird beispielsweise autokratisches, direktives Verhalten bei weiblichen Führungskräften deutlich negativer erlebt als bei ihren männlichen Kollegen.

Für gerechte Karrierechancen für Frauen und Männer gilt es also, als Unternehmen Wege aus den Stereotypenfallen zu definieren. Hierzu muss Chancengleichheit als Top-Thema auf oberster Führungsebene etabliert und ein Bewusstsein für stereotype Denkmuster geschaffen werden. Besonders in die Unternehmenspolitik, Personalentwicklung, Mitarbeitergespräche und Zielvereinbarungen müssen diese Erkenntnisse einfließen, um nachhaltig gegen Stereotype vorzugehen und langfristig mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen.

Denn die Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der Arbeitswelt sind nach wie vor groß. Das belegen aktuelle Daten, die die Initiative Neue Qualität der Arbeit auf der women&work vorgestellt hat. Die Ergebnisse des Monitors „Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsplatz“ zeigen, dass wir noch lange nicht da sind, wo wir hinwollen: 32% Männern in Führungspositionen stehen nur 14% Frauen gegenüber. Und selbst wenn Frauen es in die Führung geschafft haben, leiten sie im Schnitt 18 Mitarbeitende weniger als ihre männlichen Kollegen.

Dabei können wir es uns als Gesellschaft auf lange Sicht schlichtweg nicht leisten, auf einen Großteil unserer (weiblichen) Talente zu verzichten und die Führungsebenen stets homogen zu besetzen. Gemischte Teams sind in der Regel erfolgreicher und beispielsweise in Krisensituationen wesentlich widerstandsfähiger – durch ihre unterschiedlichen Eigenschaften, Perspektiven und Fähigkeiten.

Kurzvita:
Prof. Dr. Jutta Rump ist Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability und Themenbotschafterin Chancengleichheit & Diversity bei der Initiative Neue Qualität der Arbeit.

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Autor: Melanie Vogel - Futability®

Melanie Vogel, zweifache Innovationspreisträgerin, ist seit fast 20 Jahren passionierte Unternehmerin. Futability®, Innovation und Leadership sind ihre Kernthemen, die sie nicht nur als Dozentin an der Universität zu Köln unterrichtet, sondern auch in Vorträgen, Keynotes, Webinaren und Seminaren mit Unternehmern und Führungskräften teilt. Das von ihr entwickelte "Futability®-Konzept" ist ihre Antwort auf die VUCA-Welt – eine Welt dauerhafter und radikaler Veränderungen. Ihr mit dem NiBB Innovationspreis ausgezeichnetes Buch „Futability® - Veränderungen und Transformationen bewältigen und selbstbestimmt gestalten“ ist im Februar 2016 erschienen und kann online bestellt werden unter www.futability.com. Ihr zweites Buch „Raus aus dem Mikromanagement“ ist seit Februar 2017 unter www.mikro.management erhältlich. Melanie Vogel ist außerdem Initiatorin der women&work, Europas größtem Messe-Kongress für Frauen, der 2012 mit dem Innovationspreis „Land der Ideen“ in der Kategorie Wirtschaft ausgezeichnet wurde. www.melanie-vogel.com

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